Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer (Abwasserverordnung - AbwV)

Anhang 53 Fotografische Prozesse (Silberhalogenid-Fotografie)

Abwasserverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Juni 2004 (BGBl. I S. 1108, 2625), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 1. Juni 2016 (BGBl. I S. 1290) geändert worden ist

D
Anforderungen an das Abwasser vor Vermischung
(1) An das Abwasser werden vor Vermischung mit anderem Abwasser folgende Anforderungen gestellt:
1.
Abwasser aus der Behandlung von Bädern
Qualifizierte Stichprobe oder 2-Stunden-Mischprobe Stichprobe
mg/l mg/l
Silber 0,7 -
Adsorbierbare organisch gebundene Halogene (AOX) - 0,5
Chrom, gesamt 0,5 -
Chrom VI - 0,1
Zinn 0,5 -
Quecksilber 0,05 -
Cadmium 0,05 -
Cyanid, gesamt 2 -
2.
Spülwasser In Betrieben mit einem Film- und Papierdurchsatz von über 3 000 m 2 je Jahr dürfen bei der Einleitung von Spülwasser in Abhängigkeit von der Betriebsgröße folgende Frachtwerte für Silber nicht überschritten werden:
Film- und Papierdurchsatz in m 2 je Jahr Silber-Fracht mg/qm
mehr als 3 000 bis 30 000
- Schwarz/Weiß- und Röntgenfotografie 50
- Farbfotografie 70
mehr als 30 000 30
(2) Eine in Absatz 1 für einen Film- und Papierdurchsatz von mehr als 3 000 bis 30 000 m 2 je Jahr bestimmte Anforderung für Silber gilt auch als eingehalten, wenn eine durch allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder sonst nach Landesrecht zugelassene Abwasserbehandlungsanlage oder eine andere gleichwertige Einrichtung zur Minderung der Silberfracht eingebaut und betrieben, regelmäßig entsprechend der Zulassung gewartet sowie vor Inbetriebnahme und in regelmäßigen Abständen von nicht länger als 5 Jahren nach Landesrecht auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft wird.

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